Aus meiner Erfahrung als Yogalehrer kann ich berichten, dass viele Teilnehmer mit der eigenen Yoga- und Meditationspraxis Probleme haben. Sie sind es gewohnt bis ins kleinste Detail angeleitet zu werden, z.B. im Rahmen eines Yogakurses. Es ist völlig in Ordnung zu einem Kurs zu gehen. Es ist aber ebenfalls von Vorteil, seine eigenen Erfahrungen mit seinem „Selbst“ zu machen. Yoga und Meditation sind Werkzeuge, die nicht nur dein Lehrer beherrscht, sondern du kannst das auch selber machen. Dazu musst Du eine eigene Praxis jenseits der Gruppe etablieren.
Nimm dir jeden Tag ein wenig Zeit für dich! Stichwort: Self-care, Self-parenting. Fünf bis zehn Minuten reichen für den Anfang. Das ist sehr wichtig! Du bist ein Mensch, der lebendig fühlt und keine Maschine, die ein Gegenstand, ein Objekt ist. Du bist es wert, dir selber etwas Gutes zu tun. Warte nicht vergebens, dass Andere dich liebevoll behandeln. Behandele dich selber mit Respekt und Fürsorge! Sei es dir selbst wert! Nimm dir jeden Tag ein wenig Zeit für dich!
Voraussetzungen Du musst den Standart-Sonnengruß schon einmal gelernt oder praktiziert haben. Falls Du diese Übungen nicht machen kannst, z.B. wegen körperlicher Leiden, kann ich Dir die Meditation in einfacher Haltung empfehlen.
Vorteile Du vertiefst Deine Yoga Praxis!
- du baust deine Flexibilität aus
- du erhöhst deine Körperspannung
- dein Gleichgewichtssinn verbessert sich
- deine Atemkontrolle, wird besser
- reduziert Entzündungen
- schützt deine Gelenke
- hilft Deinem kardiovaskulärem System
- verbesserst die Knochengesundheit
- verbessert den Schlaf
- verbessert die Gehirnfunktionen
- verbessert das Immunsystem
- hilft Stress abzubauen
- verbessert mentale Gesundheit, bei Depression
- verringert Angst
- erhöht das Selbstbewußtsein
- hilft bei Burnout
- du erlangst Klarheit, hilft z.B. Beziehungen, Arbeitsverhältnisse und Lebensverhältnisse neu zu bewerten und Perspektiven für Veränderungen zu nutzen
Wenn du eine Routine etablierst, läuft alles easy. Und du kannst noch mehr darauf aufbauen.
Durchführung Für den Anfang machst du drei Standard-Sonnengrüße pro Tag. Wenn du dich mehr verbindest mit deinem Inneren und dich mit deinen verschiedenen Anteilen auseinandersetzt, kann es einige Minuten länger dauern. Das ist gut! Es bringt dir weitere Erkenntnisse und Erfahrungen über dein Inneres. Wenn ich nur einen kleinen Sonnengruß machen möchte mit 3 Wiederholungen, dann dauert das bei mir ca. 12-15 Minuten. Die 7 und 12 Sonnengrüße gelten schon als Workout und können viel mehr Zeit in Anspruch nehmen. 40 Tage Yoga-Routine sind für Unerfahrene, ohne Frage, eine Herausforderung! Wer die Challenge mitmacht, integriert die innerliche Versenkung/Zwiesprache in der Ausgangsposition (zu Anfang, zwei Mal in der Mitte und zum Schluss), der Gebetshaltung im Stehen.
Meditation Nimm Dir jeden Tag 10 Minuten Zeit. Suche dir eine angenehme Ecke und setze dich vorzugsweise auf ein Kissen auf dem Boden oder setze dich dorthin, wo du gerade bist. Achte dabei darauf, dass der Ort frei ist von Ablenkungen wie z.B. Unordnung, Kram, Lebensmitteln, Tieren, Staub und Dreck. Setze dich hin, schließe die Augen und konzentriere dich auf deinen Atem und verbinde dich mit deinem Inneren.
Zeit Du fängst im Februar an (spätestens am 20.Feb) und machst weiter bis in den März (bis 31.Mar), bis Du Deine 40 Tage voll hast. Ich empfehle dir Yoga und Meditation am Morgen zu praktizieren. Wenn das aus diversen Gründen nicht machbar ist, nimmst du die nächstbeste Gelegenheit.
Du wirst Probleme haben, wenn du Jemand bist, der es nicht gewohnt ist, in sein Inneres zu blicken. Ich verstehe das, es gibt diverse Gründe dafür. Ich beobachte Yogateilnehmer, die sich einfach nicht locker machen können. Da ich sie ein wenig kenne, denke ich, dass die Lebensweise sehr hinderlich sein kann bei der Bewußtwerdung des Seins und Handelns. Sie haben keine Kontrolle über ihr Verlangen, sondern anders herum, das Verlangen übt Kontrolle über sie aus. Bei heftigen Problemen kann dich eine Vetrauensperson bzw. ein Psychologe unterstützen.
Es geht hier auch um die Erfahrung, die wir machen, indem du deinen Körper, deine Atmung, deine Gefühle, deine Gedanken, deine Wahrnehmung wahrnimmst. Das ist kein Hokuspokus. Wenn du denkst das Leben sei dumpf: Nein, das ist es nicht! Es gibt viel mehr zu erleben, wenn es um Bewusstsein geht.
Mache in freien Momenten eine bewusste Feststellung “Wie fühle ich mich? Was läuft bei mir ab?” und schreibe dir die Antworten auf. Ein Tagebuch kann Dir dabei helfen den Besonderheiten deines Charakters auf die Spur zu kommen. Fotos und Videos können auch zur Dokumentation deiner Entwicklung dienen.
Viel Erfolg und Spaß bei der Umsetzung! Bei Fragen und Anregungen, schreibe mich an oder kommentiere in der Kommentarspalte. LG yogimogi@gmx.de
Die auf dieser Website dargestellten Methoden und Verfahren zu den verschiedenen Themen stellen kein Heilversprechen da. Ich bin verpflichtet Sie darauf hinzuweisen, dass ich naturgemäß keine Erfolgsgarantie gewähren kann, d.h. für das Nicht-Eintreten der gewünschten Wirkung übernehme ich keine Haftung. Die Anwendung der yogischen Praxis wie Körperübungen (Asanas), Pranayama (Atemübungen), Tiefenentspannung, Mantragesang und Ayurvedische Verfahren ersetzt keine medizinische und/oder therapeutische Diagnose und/oder Therapie durch einen Arzt, Psychologen oder Psychiater.